Welpenschule – Die ersten Schritte

Stubenreinheit:

Die Erziehung Ihres Welpen zur Stubenreinheit sollte möglichst früh starten. Sobald die Kleinen anfangen feste Nahrung zu fressen, beginnt man üblicherweise mit der Erziehung zur Reinheit. Hier brauchen Sie lediglich sehr viel Zeit, etwas Beobachtungsgabe und einen sehr großzügigen Umgang mit viel Lob.

Sie können davon ausgehen, dass Ihr Hund, sobald er geschlafen, gefressen oder gespielt hat, einen Ort aufsuchen wird an dem er sich erleichtern kann. Daher sollten Sie versuchen einfach schneller als der Hund zu sein. Wenn Ihr Beagle-Welpe gefressen oder geschlafen hat, nehmen Sie ihn auf den Arm und gehen Sie mit Ihm nach draußen auf eine Rasenfläche, auf der er sich erleichtern kann.

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Schon sehr früh kann man, wenn man den Hund genau beobachtet, erkennen wann er raus muss. In der Regel fangen die Kleinen an, nervös umher zu laufen und wild zu Schnüffeln. Wenn Sie dieses Verhalten bei Ihrem Welpen bemerken, gehen Sie direkt mit ihm nach draußen damit er sich erleichtern kann. Und natürlich müssen Sie den Beagle-Welpen nach jedem Toilettengang am richtigen Örtchen loben. Hier ist Geduld und Ausdauer gefragt!

Sollte sich Ihr Welpe doch einmal, aus Versehen, in der Wohnung erleichtert haben sollten Sie sich nicht aufregen und den Hund keinesfalls mit Schlägen oder dergleichen bestrafen. Ein ernst gemeintes „Pfui“ oder „Nein“ reicht vollkommen aus. Oft ist es dem Hund schon von sich aus unangenehm. Wenn es zu einem kleinem Unfall gekommen ist, wischen Sie es schnell weg, oder bitten jemanden aus der Familie es zu erledigen, und gehen mit dem Welpen umgehend in den Garten oder ein anderes stilles Örtchen! Nach ca. 2 bis 3 Wochen dürfte Ihr neues Familienmitglied dann Stubenrein sein.

1. Stubenreinheit

2. Komm und Sitz

3. Den Beagle von der „Leine lassen“

Die Geschichte & Herkunft des Beagles

Als eigenständige Hunderasse existiert der Beagle erst seit ca. 1890. Namentlich wird die Rasse erstmals zu Beginn des 16. Jahrhunderts erwähnt. Der Ursprung des Beagles lässt sich nicht genau bestimmen. Es wird aber angenommen, dass der Beagle auf englische bzw. französische Hunderassen des 11. Jahrhunderts zurückgeht: die Northern- und Southern Hound.

Zusammen mit Wilhelm dem Großen auf Feldzug

Die weißen Northern Hounds kamen mit dem Feldzug Wilhelms des Großen 1066 von der Normandie aus nach England. Bis dahin kannte man sie als Hubertushunde. Den Ursprung dieser Rasse vermutet man in der der Gegend der Ardennen. Erst nach der Eroberung Englands wurden sie zunehmend als Normen bzw. Northern Hounds bezeichnet. Mitunter nannte man sie auch Talbots, da sie während des Feldzuges mit der Familie Talbot über den Ärmelkanal gekommen sein sollen.

400 Jahre später, um 1400, stießen die Briten während des Hundertjährigen Krieges, im Süden Frankreichs auf eine Hunderasse, deren Jagdeigenschaften sie tief beeindruckten. Bereits seit Jahrhunderten war die Jagd die beliebteste Freizeitbeschäftigung von Grafen, Fürsten und Königen. Die Briten nannten diese Hunderasse schlicht Southern Hounds. In ihrer Erscheinung, vor allem hinsichtlich ihres gefleckten Fells, glichen die Southern Hounds sehr dem heutigen Beagle.

Northern Hounds & Southern Hounds

Während die Northern Hounds vor allem durch Ausdauer und Lauffreudigkeit hervorstachen, überzeugten die Southern Hounds durch ihren ausgeprägten Geruchssinn.

Da sich das Hochwild aufgrund übermäßiger Jagd am Rande der Ausrottung befand, verlagerten sich die Jagdgepflogenheiten der Aristokratie langsam auf scheuere Wildarten. Für diese neue Art des Jagens bedurft es eines Jagdhundes, der sowohl agil als auch feinsinnig war. Da sich der Beagle eben durch genau diese Eigenschaften auszeichnet, nimmt man an, dass er aus der Kreuzung von Northern- und Southern Hound entstammt.

1515 finden sich in den Haushaltsbüchern von König Heinrich VIII erstmals Zahlungen an den Keeper of the Begels– den Halter der Beagle.